Policies

Verbindliche Regeln für die Nutzung

Diese Policies regeln den sicheren, verantwortungsvollen und ordnungsgemäßen Umgang mit sämtlichen Konten, E-Mail-Adressen, Anwendungen, Speicherbereichen, Webseiten und sonstigen digitalen Diensten, die durch T – NB bereitgestellt oder verwaltet werden.

Verbindlichkeit

Die Policies gelten für alle Nutzer unabhängig davon, ob der Zugriff über ein privates Gerät, einen Browser, eine App oder eine andere technische Verbindung erfolgt. Soweit ein System eine aktive Bestätigung vorsieht, ist diese abzugeben. Auch ohne gesonderte Bestätigung sind die anwendbaren Regeln mit der Nutzung des Kontos oder Dienstes einzuhalten.

01 · Grundlagen

Verantwortung, Schutzstufen und rechtlicher Rahmen

Technisch möglicher Zugriff ist nicht automatisch erlaubter Zugriff. Jeder Nutzer trägt Verantwortung dafür, Rechte nur für den vorgesehenen Zweck einzusetzen und erkennbare Risiken unverzüglich zu melden.

Geltungsbereich und persönliche Verantwortung

Die Policies erfassen bestehende und zukünftige T-NB-Dienste sowie alle darin verarbeiteten Daten. Nutzer müssen Kontaktdaten aktuell halten, sicherheitsbezogene Hinweise beachten und bei Unsicherheit vor einer ungewöhnlichen oder risikoreichen Handlung Rücksprache mit der Administration halten.

Ausnahmen sind nur wirksam, wenn sie vorab durch die Administration oder eine ausdrücklich zuständige Person genehmigt wurden. Eine Genehmigung gilt ausschließlich für den festgelegten Zweck, Umfang und Zeitraum und begründet keine allgemeine Ausnahme für andere Fälle.

Schutzstufen für Informationen

Öffentlich

Inhalte, die ausdrücklich zur Veröffentlichung bestimmt sind und ohne besondere Zugangsbeschränkung bereitgestellt werden dürfen.

Intern

Informationen, die nur für berechtigte Nutzer oder festgelegte Empfänger bestimmt sind und nicht öffentlich weitergegeben werden dürfen.

Vertraulich

Personenbezogene, administrative, finanzielle, sicherheitsrelevante oder anderweitig besonders geschützte Daten, die nur bei konkreter Erforderlichkeit verarbeitet werden dürfen.

Unklare Einordnung

Lässt sich die Schutzstufe nicht eindeutig bestimmen, ist die Information bis zur Klärung mindestens als intern und bei besonderer Sensibilität als vertraulich zu behandeln.

Rechtlicher Rahmen

Die Policies konkretisieren organisatorische und sicherheitsbezogene Pflichten. Bei personenbezogenen Daten sind insbesondere die Grundsätze aus Art. 5 DSGVO und die Anforderungen an die Sicherheit der Verarbeitung aus Art. 32 DSGVO zu beachten. Unbefugtes Ausspähen, rechtswidrige Datenveränderungen oder Computersabotage können insbesondere nach §§ 202a, 303a und 303b StGB strafbar sein. Soweit zwischen den Beteiligten ein Schuldverhältnis besteht, können Rücksichtnahmepflichten nach § 241 Abs. 2 BGB und bei schuldhafter Pflichtverletzung mögliche Schadensersatzansprüche nach § 280 BGB relevant werden.

Die genannten Vorschriften sind Beispiele und keine abschließende Aufzählung. Ob eine Norm im Einzelfall anwendbar ist, hängt vom konkreten Sachverhalt ab.

Symbolbild zu Verantwortung, Regeln und Schutz von Informationen
Verantwortung · Verbindlichkeit · Datenschutz

02 · Konten & Anmeldung

Persönliche Zugänge sicher verwenden

Konten und Berechtigungen werden einer bestimmten Person und einem bestimmten Zweck zugeordnet. Sie dürfen nicht übertragen, geteilt oder außerhalb der vorgesehenen Aufgaben eingesetzt werden.

Benutzerkonten und Zugänge

Benutzerkonten sind persönlich. Zugangsdaten dürfen weder vollständig noch teilweise an andere Personen weitergegeben werden. Es ist untersagt, fremde Konten zu nutzen, andere Personen mit dem eigenen Konto anzumelden oder ohne Freigabe zusätzliche Konten anzulegen. Ein angemeldetes oder entsperrtes Gerät darf nicht so überlassen werden, dass andere Personen auf T-NB-Dienste zugreifen können.

Wer versehentlich Zugriff auf zusätzliche Funktionen, Verwaltungsbereiche oder Daten erhält, darf diesen Zugriff nicht weiter untersuchen oder ausnutzen. Die Nutzung ist zu beenden und die Administration ist zu informieren. Kontodaten und Wiederherstellungsinformationen müssen wahrheitsgemäß und aktuell gehalten werden.

Passwortregelungen

Passwörter müssen individuell, schwer zu erraten und für T-NB ausschließlich verwendet werden. Sie sollen mindestens 16 Zeichen lang sein. Namen, Geburtsdaten, einfache Wörter, fortlaufende Zeichenfolgen oder geringfügig veränderte Varianten bereits verwendeter Passwörter sind ungeeignet.

  • Passwörter dürfen nicht per Chat, Messenger, unverschlüsselter Nachricht, Telefon, Screenshot oder in offen zugänglichen Dokumenten weitergegeben werden.
  • Ein vertrauenswürdiger Passwortmanager ist zulässig und wird empfohlen. Er muss durch ein starkes Hauptpasswort und, soweit möglich, durch Mehrfaktor-Authentifizierung geschützt sein.
  • Eine Speicherung im Browser ist nur auf einem eigenen, gesicherten Gerät zulässig, das durch Gerätesperre, aktuelle Software und aktive Schadsoftware-Erkennung geschützt ist.
  • Initialpasswörter sind bei der ersten Anmeldung zu ändern. Bei Verdacht auf Offenlegung, Phishing oder Missbrauch ist unverzüglich ein neues, bislang nicht verwendetes Passwort festzulegen.
  • Eine regelmäßige Änderung allein nach Zeitablauf ist nicht erforderlich, sofern kein Sicherheitsanlass oder keine ausdrückliche administrative Anordnung besteht.

Mehrfaktor-Authentifizierung

Mehrfaktor-Authentifizierung ist zu verwenden, sobald sie für ein Konto oder System angeboten, technisch erzwungen oder durch die Administration angeordnet wird. Nur selbst ausgelöste Anmeldeanfragen dürfen bestätigt werden. Codes, Bestätigungslinks, Passkeys und Wiederherstellungscodes sind wie Passwörter zu schützen und dürfen niemals an Dritte weitergegeben werden.

Unerwartete Bestätigungsanfragen sind abzulehnen und unverzüglich zu melden. Die technische Aktivierung oder Erzwingung erfolgt je nach System durch die jeweilige Plattform beziehungsweise durch die Administration; die Policy selbst schaltet diese Funktion nicht automatisch ein.

Zentrale Anmeldung und Google Workspace

Die Anmeldung erfolgt je nach Dienst über das zugewiesene Google-Workspace-Konto oder über die zentrale T-NB-Anmeldung. Es ist stets die vom jeweiligen Dienst vorgesehene Methode zu verwenden. Lokale Zusatzkonten dürfen nur genutzt oder eingerichtet werden, wenn sie technisch notwendig oder ausdrücklich genehmigt sind.

  • Bei Google ist die vollständige T-NB-E-Mail-Adresse zu verwenden. Private und T-NB-Google-Konten sind klar voneinander zu trennen.
  • Bei paralleler Nutzung sollen getrennte Browserprofile eingesetzt werden. Vor dem Speichern, Hochladen, Teilen oder Versenden ist zu prüfen, welches Konto aktiv ist.
  • Die zentrale Anmeldung wird über die dafür vorgesehene Schaltfläche, beispielsweise „Mit T-NB anmelden“, gestartet. Anmeldeseiten dürfen nur über bekannte und vertrauenswürdige Adressen aufgerufen werden.

Wiederherstellung und neue Zugangsdaten

Wiederherstellungs-E-Mail-Adressen und Telefonnummern müssen aktuell sein. Wiederherstellungscodes dürfen nicht in gemeinsam genutzten oder ungeschützten Dateien gespeichert werden. Bei Verlust eines zweiten Faktors oder des Zugangs ist die Administration zu kontaktieren.

Die Administration kann bei Verlust, Sicherheitsverdacht oder begründeter Anfrage eine Zurücksetzung veranlassen. Sie benötigt niemals das bisherige Passwort und kann dieses nicht auslesen. Neu ausgegebene Zugangsdaten werden grundsätzlich per Brief oder über eine dafür geeignete verschlüsselte E-Mail übermittelt. Eine Übermittlung per Chat, Messenger oder vergleichbarem Kurznachrichtendienst erfolgt nicht.

Berechtigungen und Rollen

Rechte werden nach Aufgabe und Erforderlichkeit vergeben. Der Zugang zu einem System berechtigt nicht automatisch zur Nutzung sämtlicher darin sichtbarer Daten oder Funktionen. Zusätzliche Rechte müssen beantragt oder freigegeben werden; nicht mehr benötigte Rechte können jederzeit angepasst oder entzogen werden.

Administrationsrechte dürfen ausschließlich für notwendige administrative Tätigkeiten eingesetzt werden. Änderungen müssen nachvollziehbar, verhältnismäßig und auf den erforderlichen Umfang beschränkt sein. Sicherheitsbezogene Anweisungen der Administration, etwa Passwortänderungen, Abmeldungen, Einschränkungen von Freigaben oder technische Aktualisierungen, sind zu beachten.

Symbolbild zu Benutzerkonten, Passwortschutz und Anmeldung
Konten · Passwörter · Mehrfaktor-Schutz

03 · Kommunikation

E-Mail, Kalender und Zusammenarbeit

Kommunikation über T-NB-Adressen muss sicher, nachvollziehbar und dem vorgesehenen Zweck angemessen erfolgen. Empfänger, Inhalte, Anhänge und Freigaben sind vor dem Versand sorgfältig zu kontrollieren.

Regeln zur E-Mail-Nutzung

Das T-NB-E-Mail-Konto ist vorrangig für Kommunikation im Zusammenhang mit T-NB bestimmt. Eine gelegentliche private Nutzung ist in geringem Umfang zulässig, sofern sie weder fahrlässig noch missbräuchlich erfolgt, keine Sicherheitsrisiken oder vermeidbaren Kosten verursacht, keine geschäftliche Nutzung für Dritte darstellt und den Betrieb sowie den verfügbaren Speicher nicht beeinträchtigt. Ein Anspruch auf dauerhafte Speicherung privater Nachrichten besteht nicht.

  • Registrierungen bei externen Diensten sind nur erlaubt, wenn der Dienst für T-NB-Aufgaben erforderlich oder durch die Administration beziehungsweise einen zuständigen Vorgesetzten freigegeben ist.
  • Automatische Weiterleitungen an private E-Mail-Adressen dürfen nur nach ausdrücklicher Freigabe eingerichtet werden.
  • Spam, unberechtigte Massenmails, Täuschungen über Absender oder Identität sowie rechtswidrige, beleidigende oder schädliche Inhalte sind untersagt.
  • Bei Rundmails sind Datenschutz und Sichtbarkeit der Empfänger zu berücksichtigen; BCC ist zu verwenden, wenn Empfängeradressen nicht gegenseitig offengelegt werden dürfen.
  • Das Postfach ist regelmäßig zu kontrollieren. Sicherheitswarnungen, administrative Hinweise und dienstlich relevante Nachrichten dürfen nicht dauerhaft unbeachtet bleiben.

Signatur und Darstellung

Die persönliche Signatur kann im zulässigen Rahmen selbst gewählt werden. Automatisch eingefügte oder zentral vorgegebene T-NB-Hinweise am Ende einer Nachricht dürfen nicht entfernt, verfälscht oder so verändert werden, dass ein falscher Eindruck über Absender, Funktion oder Verantwortlichkeit entsteht.

Phishing, Anhänge und Links

Anmeldeaufforderungen, Links, Absenderdomains und unerwartete Anhänge sind kritisch zu prüfen. Passwörter, MFA-Codes oder Wiederherstellungscodes werden von T-NB nicht per E-Mail oder Telefon abgefragt. Bei ungewöhnlichen Forderungen ist die Identität über einen bereits bekannten Kontaktweg zu überprüfen.

  • Verdächtige Links und Anhänge dürfen nicht geöffnet beziehungsweise ausgeführt werden.
  • Wurde ein verdächtiger Inhalt bereits geöffnet, sind weitere Handlungen zu unterbrechen und der Vorfall sofort zu melden.
  • Verdächtige Nachrichten sollen nicht unkontrolliert weitergeleitet werden. Zur Meldung sind nach Möglichkeit Originalnachricht oder aussagekräftige Informationen zu sichern.
  • Empfänger, Anhänge, Freigaberechte und sensible Inhalte sind unmittelbar vor dem Versand nochmals zu kontrollieren.

Dateiversand, Kalender und Videokonferenzen

Große oder vertrauliche Dateien sollen über den freigegebenen T-NB-Cloudspeicher statt als ungeschützter E-Mail-Anhang bereitgestellt werden. Freigaben sind auf notwendige Empfänger zu beschränken und nach Möglichkeit mit Ablaufdatum oder zusätzlichem Schutz zu versehen.

Besprechungslinks dürfen nicht unnötig öffentlich verbreitet werden. Vertrauliche Termine sind nicht öffentlich sichtbar zu machen. Vor Bildschirmfreigaben ist zu prüfen, welche Fenster, Benachrichtigungen oder Dateien sichtbar sind. Aufzeichnungen sind nur zulässig, wenn sie für den vorgesehenen Zweck erlaubt sind und erforderliche Informationen beziehungsweise Zustimmungen vorliegen.

Aufbewahrung und Löschung

Relevante Nachrichten dürfen nicht vorschnell gelöscht werden; gleichzeitig sind sensible Inhalte nicht länger als erforderlich aufzubewahren. Der Papierkorb ist kein Archiv. Gemeinsam benötigte Kommunikation darf nicht ausschließlich in einer persönlichen Ablage verbleiben. Anhänge und E-Mails sollen nicht unnötig mehrfach lokal gespeichert werden.

Symbolbild zu sicherer E-Mail-Kommunikation und Zusammenarbeit
E-Mail · Zusammenarbeit · Phishing-Schutz

04 · Daten & Dienste

Daten, Dateien, Cloudspeicher und KI

T-NB-Daten sind möglichst innerhalb der freigegebenen Systeme zu verarbeiten. Weitergaben, lokale Kopien und externe Dienste müssen auf das tatsächlich erforderliche Maß beschränkt bleiben.

Umgang mit Daten und Dateien

Daten dürfen nur für den vorgesehenen und zulässigen Zweck eingesehen, verarbeitet, gespeichert oder weitergegeben werden. Ein technisch möglicher Zugriff ersetzt keine Berechtigung. Personenbezogene und vertrauliche Informationen dürfen nur den Personen zugänglich gemacht werden, die sie für ihre Aufgabe benötigen.

  • Freigabelinks sind auf notwendige Personen, Rechte und Zeiträume zu begrenzen. Öffentliche Links sind bei internen oder vertraulichen Inhalten unzulässig.
  • Gemeinsame Dateien dürfen nicht ohne sachlichen Grund oder erforderliche Abstimmung gelöscht, überschrieben, verschoben oder in ihren Berechtigungen erweitert werden.
  • Vor externer Weitergabe sind Kommentare, Metadaten, Versionsinformationen und nicht für den Empfänger bestimmte Inhalte zu prüfen.
  • Urheberrechte, Persönlichkeitsrechte, Datenschutzanforderungen und bestehende Vertraulichkeitsbindungen sind einzuhalten.

T-NB-Cloudspeicher und lokale Kopien

Für T-NB-Daten ist der dafür vorgesehene T-NB-Cloudspeicher zu nutzen. Eine Übertragung in private Google-Drive-, OneDrive-, Dropbox- oder sonstige private Cloudkonten ist ohne ausdrückliche Freigabe untersagt. Lokale Kopien dürfen nur erstellt werden, wenn sie für die jeweilige Aufgabe erforderlich sind. Sie sind angemessen zu schützen und nach Wegfall des Zwecks zu löschen.

Vollständige Sicherungen, Spiegelungen oder Archive von T-NB-Datenbeständen dürfen Nutzer nicht eigenmächtig anlegen. Der Download einzelner erforderlicher Dateien bleibt zulässig, sofern keine andere Regel oder Schutzanforderung entgegensteht.

USB-Sticks und externe Datenträger

Das Speichern von T-NB-Daten auf USB-Sticks, externen Festplatten oder vergleichbaren Datenträgern bedarf einer vorherigen Freigabe. Wird eine Nutzung genehmigt, dürfen ausschließlich angemessen verschlüsselte Datenträger eingesetzt werden. Der Datenträger ist sicher zu verwahren und darf nicht unbeaufsichtigt oder anderen Personen zugänglich bleiben.

Externe Dienste, Apps und Integrationen

Browsererweiterungen, Apps, Plugins und externe Integrationen dürfen nur auf T-NB-Konten oder -Daten zugreifen, wenn sie vertrauenswürdig, für den vorgesehenen Zweck erforderlich und bei weitreichenden Berechtigungen durch die Administration freigegeben sind. Nicht mehr benötigte App-Berechtigungen und Integrationen sind zu entfernen.

Die Freigabe eines Dienstes bedeutet nicht automatisch, dass sämtliche Datenarten dort verarbeitet werden dürfen. Umfang, Zweck und Schutzstufe der jeweiligen Informationen bleiben stets zu prüfen.

Künstliche Intelligenz

Für T-NB-Inhalte dürfen ausschließlich KI-Dienste verwendet werden, die durch die Administration verwaltet oder freigegeben wurden. Personenbezogene, vertrauliche, interne oder sicherheitsrelevante Informationen dürfen nur eingegeben oder hochgeladen werden, wenn dies für den konkreten Anwendungsfall ausdrücklich zulässig ist.

  • KI-Ausgaben sind vor ihrer Verwendung fachlich zu prüfen. Eine ungeprüfte Übernahme ist nicht zulässig.
  • Quellen, Urheberrechte, Persönlichkeitsrechte, Datenschutz und mögliche Sicherheitsrisiken sind zu beachten.
  • Automatisierte Entscheidungen über Personen sowie täuschende Inhalte im Namen anderer Nutzer sind ohne ausdrückliche Freigabe untersagt.
  • Eine Kennzeichnung KI-gestützter Inhalte ist vorzunehmen, wenn dies rechtlich, organisatorisch oder für die Transparenz erforderlich ist.
Symbolbild zu Cloudspeicher, Datenschutz und künstlicher Intelligenz
Daten · Cloudspeicher · Externe Dienste · KI

05 · Nutzung & Sicherheit

Sichere Nutzung privater Geräte und Systeme

T-NB stellt Nutzern grundsätzlich keine Endgeräte bereit. Wer private Geräte verwendet, muss deshalb eigenständig für einen angemessenen technischen und organisatorischen Schutz sorgen.

Sicherheitsregelungen für private Geräte

Für den Zugriff dürfen nur Geräte verwendet werden, die durch PIN, Passwort, Biometrie oder eine vergleichbare Gerätesperre geschützt sind. Betriebssystem, Browser und sicherheitsrelevante Programme müssen aktuell gehalten werden. Eine aktive und regelmäßig aktualisierte Schadsoftware-Erkennung muss vorhanden sein; eine integrierte Schutzlösung ist ausreichend, wenn sie aktiviert, aktuell und funktionsfähig ist.

  • Geräte sind bei jeder Abwesenheit zu sperren. Zusätzlich ist eine automatische Sperre nach einer angemessen kurzen Inaktivität einzurichten.
  • Soweit vom Gerät unterstützt, soll die Gerätespeicherverschlüsselung aktiviert sein. Bei regelmäßiger lokaler Speicherung vertraulicher Daten ist sie verpflichtend.
  • Auf familiär oder gemeinsam genutzten Geräten ist ein eigenes geschütztes Benutzerprofil erforderlich. Andere Personen dürfen keinen Zugriff auf Dateien, aktive Sitzungen oder gespeicherte Zugangsdaten erhalten.
  • Verlust, Diebstahl, Schadsoftware-Verdacht oder ein unberechtigter Zugriff auf das Gerät sind unverzüglich zu melden.

Fremde Geräte und öffentliche Netzwerke

Die Anmeldung an öffentlichen Computern, fremden Geräten oder Geräten mit nicht beurteilbarem Sicherheitszustand ist grundsätzlich untersagt. Eine minimale Ausnahme kommt nur in einem echten, begründeten Notfall in Betracht. Dann ist eine private Browsersitzung zu verwenden, es dürfen keine Zugangsdaten gespeichert werden, sämtliche Sitzungen sind anschließend zu beenden und das Passwort ist bei verbleibendem Risiko zu ändern.

Öffentliche WLAN-Netze dürfen mit besonderer Vorsicht genutzt werden. Bei sensiblen Tätigkeiten ist nach Möglichkeit Mobilfunk oder ein vertrauenswürdiges Netzwerk vorzuziehen. Browser- oder Zertifikatswarnungen dürfen nicht übergangen werden.

Erlaubte Nutzung

Erlaubt ist die bestimmungsgemäße Nutzung der jeweils freigegebenen Systeme, Daten und Funktionen im Rahmen der eigenen Rolle. Dazu gehören insbesondere die Bearbeitung eigener oder zugewiesener Inhalte, die Zusammenarbeit mit berechtigten Nutzern, die Nutzung von E-Mail, Kalender, Dokumenten, Lern- und Verwaltungsfunktionen sowie die Meldung von Fehlern und Sicherheitsproblemen.

Ausnahmen von einzelnen Regeln können vorab genehmigt werden. Eine Ausnahme muss eindeutig, zweckgebunden und zeitlich beziehungsweise sachlich begrenzt sein.

Unerlaubte Nutzung

Untersagt ist jede Nutzung, die Rechte anderer verletzt, Sicherheitsmaßnahmen umgeht, Systeme gefährdet oder außerhalb der erteilten Berechtigung erfolgt. Dazu zählen insbesondere:

  • Nutzung fremder Konten, Weitergabe eigener Zugangsdaten und Umgehung von MFA, Sperren oder Berechtigungen;
  • Zugriff auf nicht freigegebene Daten, Ausprobieren fremder Passwörter oder das weitere Untersuchen versehentlich sichtbarer Verwaltungsbereiche;
  • Manipulation, Unterdrückung, Beschädigung oder Löschung fremder Daten und Inhalte;
  • unberechtigte Exporte, automatisiertes Auslesen, massenhafte Abfragen oder vollständige Spiegelungen von Datenbeständen;
  • Einbringen, Versenden oder Ausführen von Schadsoftware, schädlichen Dateien oder bewusst unsicheren Programmen;
  • Spam, Identitätsmissbrauch, Täuschung, rechtswidrige oder beleidigende Inhalte sowie Veröffentlichung interner Informationen;
  • absichtliche Überlastung, Sabotage, unbefugte Nutzung administrativer Rechte oder sonstige mutwillige Beeinträchtigung des Betriebs.

Sicherheitslücken und Tests

Erkannte oder vermutete Schwachstellen sind vertraulich an die Administration zu melden. Sie dürfen nicht veröffentlicht, weitergegeben oder über das für eine erste Feststellung unbedingt erforderliche Maß hinaus getestet werden.

Keine eigenmächtigen Sicherheitstests

Portscans, automatisierte Prüfungen, Passwortversuche, Belastungstests, Umgehungsversuche, Penetrationstests und vergleichbare Maßnahmen sind ohne vorherige ausdrückliche Genehmigung untersagt – auch dann, wenn sie angeblich der Verbesserung der Sicherheit dienen.

Protokollierung und technische Schutzmaßnahmen

Zum Schutz der Systeme sowie zur Fehler-, Sicherheits- und Missbrauchsanalyse können Anmeldungen, sicherheitsrelevante Zugriffe und administrative Aktionen im erforderlichen Umfang protokolliert werden. Protokolle dürfen nicht manipuliert, gelöscht oder umgangen werden. T-NB kann technische Sicherheitsanforderungen, Anmeldeverfahren und Berechtigungen anpassen, wenn dies für den sicheren und ordnungsgemäßen Betrieb erforderlich ist.

Symbolbild zu Gerätesicherheit und Schutz vor Cyberangriffen
Geräteschutz · Sichere Nutzung · Schwachstellen

06 · Verstöße & Zugänge

Sicherheitsvorfälle, Maßnahmen und Zugangsende

Schnelle Meldungen begrenzen Schäden. Jede festgestellte oder hinreichend vermutete Zuwiderhandlung wird geprüft; erforderliche und angemessene Maßnahmen werden abhängig von Risiko, Verschulden und Schwere des Falls ergriffen.

Wann ein Sicherheitsvorfall zu melden ist

Eine unverzügliche Meldung ist insbesondere erforderlich, wenn ein Passwort möglicherweise bekannt geworden ist, eine unbekannte Anmeldung oder unerwartete MFA-Anfrage erscheint, ein Gerät verloren wurde, ein Phishing-Link oder verdächtiger Anhang geöffnet wurde, Daten versehentlich veröffentlicht wurden, E-Mails ohne eigenes Zutun versendet wurden, Schadsoftware vermutet wird oder offensichtlich zu weitgehende Berechtigungen bestehen.

Auch Unsicherheiten sollen frühzeitig gemeldet werden. Eine ehrliche und schnelle Meldung wird bei der Bewertung des Vorfalls berücksichtigt und ist regelmäßig hilfreicher als ein verspätetes Verschweigen.

Vorgehen bei einem Vorfall

  1. Betroffene Nutzung unterbrechen und keine weiteren riskanten Handlungen ausführen.
  2. Passwort ändern und offene Sitzungen abmelden, sofern dies noch möglich und im konkreten Fall sinnvoll ist.
  3. Die Administration unverzüglich über admin@t-nb.de, info@t-nb.de oder einen bekannten internen Kontaktweg informieren.
  4. Soweit möglich, zusätzlich einen bekannten telefonischen Kontaktweg nutzen. Ist das T-NB-Konto selbst betroffen oder nicht erreichbar, darf ausnahmsweise eine private E-Mail-Adresse zur Meldung verwendet werden.
  5. Keine Beweise, E-Mails, Protokolle oder betroffenen Dateien eigenmächtig löschen oder verändern.
  6. Weitere Anweisungen der Administration beachten und bei der Klärung wahrheitsgemäß mitwirken.

Folgen von Missachtung

Verstöße werden nicht pauschal nach einem einzigen Schema behandelt, aber jeder nachvollziehbare Verstoß wird bewertet und es werden geeignete Maßnahmen ergriffen. Je nach Art und Schwere kommen insbesondere ein Hinweis, eine formelle Verwarnung oder Abmahnung, die verpflichtende Nachschulung, die Einschränkung einzelner Berechtigungen, eine vorübergehende Sperrung oder der dauerhafte Entzug von Konten und Zugängen in Betracht.

Bei unmittelbarer Gefahr für Konten, Daten oder Systeme kann eine vorsorgliche Sperrung ohne vorherige Ankündigung erfolgen. Vorsätzliche, mutwillige, betrügerische oder rechtswidrige Handlungen können weitere rechtliche Schritte, die Information zuständiger Stellen und eine Strafanzeige nach sich ziehen. Dies betrifft insbesondere unbefugten Zugriff, Identitätsmissbrauch, Datenmanipulation, Sabotage, Schadsoftware, Täuschung oder den Versuch einer erheblichen Schädigung.

Wer vorsätzlich oder grob fahrlässig erhebliche Schäden oder vermeidbare Kosten verursacht, muss damit rechnen, dass daraus entstehende Ansprüche im rechtlich zulässigen Umfang geltend gemacht werden. Die konkrete Maßnahme richtet sich stets nach dem Einzelfall und den anwendbaren rechtlichen Voraussetzungen.

Sperrung und Beendigung von Zugängen

Ein Zugang kann insbesondere bei Sicherheitsverdacht, schwerwiegendem Verstoß, längerer Inaktivität, Ende der Berechtigung, falschen oder veralteten Kontodaten, technischer Notwendigkeit oder auf Wunsch des Kontoinhabers eingeschränkt oder gesperrt werden.

  • Gemeinsam benötigte Daten sind vor dem Ausscheiden vollständig und geordnet zu übergeben.
  • Dienstliche oder gemeinsame Dateien dürfen nicht eigenmächtig gelöscht werden.
  • Freigaben und aktive Sitzungen können aufgehoben beziehungsweise beendet werden.
  • Zulässige persönliche Daten sind rechtzeitig selbst zu sichern. Ein Anspruch auf dauerhafte Speicherung nach dem Ende des Zugangs besteht nicht.
  • Soweit organisatorisch möglich, wird Gelegenheit zur Datensicherung gegeben; eine feste Frist wird nicht garantiert.

Änderung der Policies

T-NB kann diese Policies anpassen, wenn technische, organisatorische, rechtliche oder sicherheitsbezogene Änderungen dies erforderlich machen. Wesentliche Änderungen werden in geeigneter Form bekannt gegeben. Die Administration kann ergänzende verbindliche Sicherheitsanweisungen erlassen, soweit dies für den Schutz oder Betrieb der Systeme notwendig ist.

Symbolbild zu Sicherheitsvorfällen, Meldungen und Maßnahmen
Melden · Begrenzen · Aufklären · Handeln

Fragen zu Sicherheit, Berechtigungen und Ausnahmen

Rückfragen zu diesen Policies sowie Hinweise zu zulässigen Ausnahmen richten Sie an admin@t-nb.de oder info@t-nb.de. Sicherheitsrelevante Hinweise sollen frühzeitig und über einen bekannten, vertrauenswürdigen Kontaktweg übermittelt werden.